Österreich bekräftigt seine Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan und die Resolution 2797 der Vereinten Nationen

Veröffentlicht am 23. April 2026 um 21:46

Österreich hat am 22. April 2026 sein Bekenntnis zur Resolution 2797 (2025) des UN-Sicherheitsrats nachdrücklich bekräftigt und die Auffassung vertreten, dass „eine echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität zu den glaubwürdigsten Lösungen“ gehören könnte, um den regionalen Konflikt um die marokkanische Sahara zu beenden.

Diese Position wurde in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten, die im Anschluss an das Treffen in Wien zwischen der österreichischen Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, Beate Meinl-Reisinger, und dem marokkanischen Minister für auswärtige Angelegenheiten, afrikanische Zusammenarbeit und im Ausland lebende Marokkaner, Nasser Bourita, der sich auf Dienstreise in der österreichischen Hauptstadt befand, veröffentlicht wurde.

Uneingeschränkte Unterstützung für die Resolution 2797

Das Dokument begrüßt die Verabschiedung der Resolution 2797, die die Bemühungen des UN-Generalsekretärs und seines persönlichen Gesandten uneingeschränkt unterstützt, „die Verhandlungen auf der Grundlage des von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplans zu erleichtern und zu führen, um zu einer gerechten, dauerhaften und für alle Seiten akzeptablen Lösung zu gelangen“.

Österreich begrüßt zudem die Bereitschaft Marokkos, die konkreten Modalitäten der Autonomie im Rahmen seiner Souveränität darzulegen. Diese bekräftigte Position stärkt die wachsende internationale Dynamik, die von Seiner Majestät König Mohammed VI. zugunsten der marokkanischen Identität der Sahara und der Autonomieinitiative vorangetrieben wird und durch die Verabschiedung der Resolution 2797 am 31. Oktober 2025 besiegelt wurde.

Österreich begrüßt die umfassenden Reformen Marokkos

Darüber hinaus hat Wien die unter der Führung des Monarchen in Marokko durchgeführten weitreichenden Reformen „im Dienste einer offeneren und dynamischeren marokkanischen Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere dank des neuen Entwicklungsmodells, der fortgeschrittenen Regionalisierung, der Frauenförderung und der nachhaltigen Entwicklung“ herzlich begrüßt.

Die beiden Minister würdigten die historische und privilegierte Partnerschaft zwischen dem Königreich Marokko und der Republik Österreich, deren diplomatische Beziehungen im Februar 2023 ihr 240-jähriges Jubiläum feierten.

Neues Modell der Süd-Süd-Zusammenarbeit

Österreich lobte zudem die marokkanischen Bemühungen zur Förderung eines neuartigen Modells der Süd-Süd-Zusammenarbeit und betonte gleichzeitig das Interesse an einer trilateralen Zusammenarbeit zwischen Österreich, Marokko und ihren afrikanischen Partnern. Rabat und Wien betonten die Notwendigkeit, den Dialog zwischen der Europäischen Union, ihren südlichen Nachbarn und dem euro-afrikanischen Raum zu verstärken.

Beide Länder begrüßten die Schlussfolgerungen des 15. Assoziationsrates EU-Marokko (Brüssel, 29. Januar 2026), in denen der am 28. November 2025 in Barcelona ins Leben gerufene Mittelmeerpakt als Symbol für ein gemeinsames strategisches Ziel gewürdigt wird.

Ein neuer strategischer Dialog zwischen Marokko und Österreich

Um diese Dynamik zu festigen, unterzeichneten die beiden Minister eine Absichtserklärung zur Einrichtung eines strategischen Dialogs zwischen Marokko und Österreich. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, die bilateralen Beziehungen auf die Ebene einer echten umfassenden strategischen Partnerschaft zu heben, die auf gegenseitiger Achtung der Souveränität, der territorialen Integrität und der Nichteinmischung beruht.

Dieses Memorandum knüpft an die Gemeinsame Politische Erklärung vom 1. März 2023 und den offiziellen Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Karl Nehammer in Marokko an, der am 28. März 2023 mit einer gemeinsamen Erklärung abgeschlossen wurde.

Schließlich bekräftigten die Minister ihr Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt als wesentliche Voraussetzung für eine friedliche Koexistenz zwischen Israel und Palästina innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen.

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