Marokkanische Sahara: Bern macht einen weiteren Schritt in Richtung Anerkennung der marokkanischen Autonomieinitiative

Veröffentlicht am 25. April 2026 um 14:02

Bern, 24. April 2026 – Die Schweiz hat am Freitag den von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplan für die Sahara offiziell als „die seriöseste, glaubwürdigste und pragmatischste Grundlage“ für eine endgültige Lösung dieses regionalen Konflikts bezeichnet.

Diese Erklärung ist in einer gemeinsamen Mitteilung enthalten, die im Anschluss an die Gespräche zwischen dem Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis und seinem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita, der sich auf Arbeitsbesuch in Bern befand, unterzeichnet wurde.

Eine ausdrückliche Anerkennung der Resolution 2797

In diesem Text begrüßt die Schweizerische Eidgenossenschaft zudem die Verabschiedung der Resolution 2797 durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und betont, dass eine „echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität eine der realisierbarsten Lösungen darstellen könnte“. Dies ist eine bemerkenswerte Änderung des Tons im Vergleich zu früheren Positionen der Schweiz, die die marokkanische Initiative bisher als „ernstzunehmenden Beitrag“ bezeichnet hatte. Nun macht Bern sie zur bevorzugten Lösung.

Volle Unterstützung für den UN-Prozess

Gleichzeitig bekräftigte die Schweiz ihre «Unterstützung für die zentrale Rolle der Vereinten Nationen» und für die Bemühungen des persönlichen Gesandten des Generalsekretärs und bestätigte damit ihr Bekenntnis zu einem politischen Prozess, der ausschliesslich unter der Ägide des Sicherheitsrats geführt wird.

Ein wachsender internationaler Konsens

Mit dieser Haltung der Schweiz steigt die Zahl der Länder – insbesondere europäischer, afrikanischer und arabischer – auf über zwanzig, die kürzlich eine ähnliche Position eingenommen haben. Sie folgt auf die diplomatische Dynamik, die von König Mohammed VI. angestoßen wurde, dessen Initiativen die internationale Anerkennung der marokkanischen Zugehörigkeit der Sahara und der Autonomie als einzigem realistischen Ausweg gestärkt haben.

Dieser Kurswechsel Berns, eines Landes, das traditionell multilateralen Kompromissen verbunden ist, entzieht der Polisario-Front und Algerien die implizite Unterstützung für das Referendum über die Selbstbestimmung. Er bestätigt vielmehr den Aufstieg der Autonomie-Lösung, die als im Einklang mit internationalen Standards der territorialen Governance stehend angesehen wird.

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