Langenselbold/Frankfurt, 16. Mai – Mit der offiziellen Gründung des Marokkanischen Ärztevereins Deutschland (MÄD), des Vereins der in Deutschland ansässigen marokkanischen Ärzte, wurde am Donnerstag ein neues Kapitel in der deutsch-marokkanischen medizinischen Zusammenarbeit aufgeschlagen.
Die Eröffnungsfeier, die im Hotel Ysenburger Hof Gelnhäuser in Langenselbold bei Frankfurt stattfand, versammelte rund 160 Teilnehmer, die gekommen waren, um dieses verbindende Projekt zu feiern.
Die Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit von I. E. Frau Zohour Alaoui, der marokkanischen Botschafterin in Deutschland, sowie von Vertretern mehrerer wichtiger Institutionen geprägt: der marokkanischen Ministerien für Gesundheit, Hochschulwesen und im Ausland lebende Marokkaner, das marokkanische Generalkonsulat in Frankfurt, die Scheich-Zaid-Stiftung sowie der Präsident des Nationalrats der marokkanischen Ärztekammer.
Eine Feier im Zeichen der Zusammenkunft und des Engagements
Nach der Nationalhymne stellten die Organisatoren die grundlegenden Ziele des neuen Vereins vor. Der MÄD versteht sich in erster Linie als solidarische medizinische Gemeinschaft, die sich der gegenseitigen Hilfe, dem Erfahrungsaustausch und der beruflichen Begleitung unter marokkanischen Ärzten in Deutschland verschrieben hat.
Die erklärten Ambitionen gehen jedoch weit über ein einfaches Netzwerk der gegenseitigen Hilfe hinaus. Der Verein will eine aktive Brückenfunktion zwischen den in Deutschland ansässigen marokkanischen Fachkräften und dem Gesundheitssystem des Königreichs übernehmen. Dies soll durch den Austausch von Fachwissen, akademische Zusammenarbeit und den Transfer von Kompetenzen in verschiedenen medizinischen Fachgebieten geschehen.
Marokkos Reformen im Rampenlicht
Im Laufe des Tages beleuchteten mehrere Vorträge die ehrgeizigen Reformen, die Marokko im Gesundheits- und medizinischen Ausbildungssektor eingeleitet hat, sowie die zunehmende Öffnung des Königreichs für internationale Fachkräfte. Der Fortschritt der Reform des nationalen Gesundheitssystems wurde ebenfalls als günstiger Rahmen für solche Initiativen gewürdigt.
In ihrer Ansprache gratulierte die Botschafterin den Gründern herzlich zu dieser Initiative. Sie bezeichnete die marokkanische Gemeinschaft in Deutschland als „außergewöhnliche Humanressource“ und als „wichtigen Hebel“ für die Annäherung zwischen den beiden Ländern.
Sie erinnerte an die ständige Aufmerksamkeit, die Seine Majestät König Mohammed VI. den Marokkanern in aller Welt widmet, und lobte deren Fähigkeit, sich erfolgreich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren und gleichzeitig eine unerschütterliche Verbundenheit mit ihren Wurzeln und ihrer Identität zu bewahren. Die Botschafterin würdigte zudem in bewegenden Worten die Opfer der ersten Generationen von Marokkanern, die den Weg geebnet haben.
Ein Aufruf zur Erleichterung des Beitrags marokkanischer Fachkräfte im Ausland
In seiner Ansprache lobte Professor Adil Bensouda, Dekan der Internationalen Medizinischen Fakultät der Internationalen Universität Rabat, die Initiative nachdrücklich als eine „natürliche Brücke“ zwischen Marokko und dem aufnehmenden Gesundheitssystem.
Er appellierte an die marokkanischen Behörden, weitere Erleichterungen zu schaffen, damit marokkanische Ärzte aus aller Welt uneingeschränkt zur Entwicklung des nationalen Gesundheitssystems beitragen können, insbesondere in den Bereichen Lehre, Forschung und Fachausbildung.
Ein Abend im Zeichen des Austauschs und der Kultur
Die Feier endete in geselliger Atmosphäre mit einem traditionellen marokkanischen Abendessen, begleitet von Musik aus dem kulturellen Erbe. Ein Moment des Austauschs, der für die Mitglieder des MÄD die Synthese zwischen der in Deutschland erworbenen medizinischen Exzellenz und der marokkanischen Seele und Großzügigkeit symbolisiert.
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