Rabat, 19. Mai 2026 – Im Anschluss an die Gespräche, die am Dienstag in Rabat zwischen dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita und der madagassischen Außenministerin Alice N'Diaye stattfanden, wurde eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Dieses Dokument ist im Zusammenhang mit der Westsahara-Frage von besonderer Bedeutung.
Der Text erinnert zunächst an einen Grundsatz des Völkerrechts: Die Republik Madagaskar, die dem Grundsatz der territorialen Integrität der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichtet ist, hat ihre Unterstützung für die Achtung der Souveränität des Königreichs Marokko und seiner territorialen Integrität zum Ausdruck gebracht. Diese feierliche Bekräftigung verankert die madagassische Position in einem klassischen und die Regeln der internationalen Gemeinschaft respektierenden Konzept.
Über diese Grundsatzerklärung hinaus enthält die gemeinsame Erklärung wesentliche Präzisierungen zur Vision einer politischen Lösung. Die Republik Madagaskar bekräftigte ihre Position, die ausschließliche Rolle der Vereinten Nationen sowie die Bemühungen des Generalsekretärs und seines persönlichen Gesandten zur Beilegung des Streits um die Sahara zu unterstützen. Dieses Vertrauen in den UN-Prozess wird durch eine positive Bewertung der jüngsten Entwicklungen ergänzt.
In diesem Sinne hat die Republik Madagaskar die Verabschiedung der Resolution 2797 durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen begrüßt. Das Kommuniqué geht noch weiter und bewertet den marokkanischen Autonomieplan wie folgt: „Eine echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität könnte eine der realistischsten Lösungen sein.“ Diese Formulierung, die direkt aus dem offiziellen Text übernommen wurde, zeugt von einer Übereinstimmung der Ansichten hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und des Realismus der marokkanischen Initiative.
Schließlich hat die Republik Madagaskar in diesem Zusammenhang ihre Unterstützung für die vom Königreich Marokko vorgelegte Autonomieinitiative zum Ausdruck gebracht, was im Einklang mit dem wachsenden internationalen Konsens steht, der durch die von Seiner Majestät König Mohammed VI. angestoßene Dynamik entstanden ist. Diese Unterstützung bestätigt, dass der von Marokko 2007 vorgelegte Autonomieplan auf internationaler Ebene weiterhin an Legitimität gewinnt.
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