Dänemark schließt sich der europäischen Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan an

Veröffentlicht am 7. September 2026 um 11:47

Kopenhagen, 4. September 2026 – Im Anschluss an ein Treffen mit dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita bekundete der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen die Unterstützung seines Landes für den von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplan, den er als „gute Grundlage für eine von den Parteien vereinbarte Lösung“ bezeichnete.

Diese Erklärung, die in Kopenhagen im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz abgegeben wurde, erfolgt vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden internationalen Unterstützung für die marokkanische Initiative.

Die im Oktober 2025 verabschiedete Resolution 2797 des Sicherheitsrats wurde von Dänemark als wichtiger Meilenstein begrüßt, der im Einklang mit der mittlerweile einstimmigen Position der Europäischen Union steht. Im Januar 2026 haben die 27 Mitgliedstaaten auf der 15. Tagung des Assoziationsrates EU-Marokko erstmals anerkannt, dass die Autonomie unter marokkanischer Souveränität eine realistische Lösung für die Beilegung des regionalen Konflikts darstellt.

Der Ständige Vertreter Marokkos bei den Vereinten Nationen, Botschafter Omar Hilale, bezeichnete die Resolution 2797 als „beispielloses politisches Urteil“ und als „Fahrplan zur endgültigen Beilegung dieses Konflikts“.

Diese Resolution bekräftigte den marokkanischen Autonomieplan als die „einzige ernstzunehmende und glaubwürdige Grundlage“ für eine endgültige Lösung und bekräftigte die Verantwortung der vier Parteien – Marokko, Algerien, Mauretanien und die Polisario – in diesem politischen Prozess.

Für Dänemark, ein Mitglied des Sicherheitsrats, hat diese Stellungnahme eine strategische Dimension. Minister Rasmussen erwähnte zudem die Möglichkeit einer künftigen Annäherung an die amerikanische Sichtweise, die die marokkanische Souveränität über die Sahara anerkennt. Beide Länder haben außerdem vereinbart, im kommenden Dezember eine strategische Partnerschaft zu schließen, die die Bereiche Politik, Sicherheit und Wirtschaft umfasst.

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