Rabat, 22. Mai 2026 - Anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Marokko bekräftigte der stellvertretende panamaische Außenminister, Carlos Arturo Hoyos Boyd, nach einem ausführlichen Treffen mit dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita offiziell die unveränderte und bekräftigte Haltung seines Landes zum regionalen Konflikt um die marokkanische Sahara. Diese Erklärung von erheblicher politischer Tragweite gliedert sich in mehrere Hauptpunkte.
Erster Punkt: Ausschließliche Anerkennung des marokkanischen Autonomieplans
Panama betrachtet die vom Königreich Marokko 2007 vorgelegte Autonomieinitiative als die einzige ernsthafte, glaubwürdige und realistische Grundlage für eine dauerhafte Lösung dieses regionalen Konflikts. Dieser Ausdruck – „einzige Grundlage“ – wurde von Herrn Hoyos Boyd mehrfach verwendet, was jeden anderen Vorschlag, insbesondere den eines Referendums oder einer Teilung, ausschließt. Er stellte klar, dass diese Lösung im Rahmen des unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen geführten Prozesses und unter voller Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität des Königreichs Marokko umgesetzt werden muss.
Zweiter Schwerpunkt: Aktive Unterstützung der Resolution 2797 des Sicherheitsrats
Panama bekräftigte seine Zustimmung zur vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedeten Resolution 2797. Es erinnerte daran, dass diese Resolution den Vorrang des marokkanischen Autonomieplans bekräftigt, zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auf dieser Grundlage aufgerufen und die Rolle des Persönlichen Gesandten hervorgehoben hat. Panama unterstützt daher uneingeschränkt die Bemühungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und seines persönlichen Gesandten, Herrn Staffan de Mistura, die Verhandlungen gemäß der Resolution 2797 zu erleichtern und zu führen. Es forderte die anderen Parteien, insbesondere Algerien, auf, sich ohne Vorbedingungen zu engagieren.
Dritter Schwerpunkt: uneingeschränkte konsularische Befugnisse auf dem gesamten marokkanischen Staatsgebiet, einschließlich der südlichen Provinzen
Herr Hoyos Boyd bekräftigte feierlich, dass die Botschaft der Republik Panama in Rabat ihre konsularischen Befugnisse auf dem gesamten marokkanischen Staatsgebiet ohne jegliche territoriale Ausnahme uneingeschränkt ausübt. Dies schließt die südlichen Provinzen (Laâyoune, Dakhla, Es-Semara, Boujdour) ein. Er stellte klar, dass diese Bestimmung, die bereits in Kraft ist, die Ausstellung von Reisedokumenten, Visa und konsularischen Urkunden sowie den Schutz panamaischer Staatsangehöriger in allen Regionen des Königreichs ermöglicht. Damit setzt Panama seine Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara konkret und rechtlich um.
Vierter Schwerpunkt: Ablehnung separatistischer Thesen und Unterstützung der territorialen Integrität
Der panamaische Vertreter hat implizit, aber eindeutig jede Anerkennung der sogenannten „Rasd“ zurückgewiesen. Er bekräftigte, dass sein Land keine parallele Entität unterstütze und in strikter Übereinstimmung mit den Resolutionen des Sicherheitsrats handle, die für die südlichen Provinzen keinen anderen Vertreter als Marokko anerkennen. Er bezeichnete den Autonomieplan als „gerechte, dauerhafte und für alle Parteien akzeptable Lösung“, merkte jedoch an, dass die Unnachgiebigkeit anderer Akteure das größte Hindernis darstelle.
Hintergrund und Perspektiven
Diese Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der politische Prozess der Vereinten Nationen eine Phase der Wiederbelebung erlebt. Panama, das historische Beziehungen zu Marokko unterhält, beschließt, seine Position zu festigen, während mehrere lateinamerikanische Länder (darunter Peru, die Dominikanische Republik, Haiti, Paraguay usw.) kürzlich ähnliche Standpunkte zum Ausdruck gebracht haben. Der Vizeminister sprach auch die Möglichkeit an, in Kürze eine honorarische Konsularabteilung in Dakhla oder Laâyoune zu eröffnen, um die Formalitäten für panamaische und marokkanische Bürger zu erleichtern.
Schließlich begrüßte Herr Bourita diese „klare, konsequente und rechtlich fundierte“ Haltung und sah darin einen Beitrag zum wachsenden internationalen Konsens zugunsten der Lösung der Autonomie unter marokkanischer Souveränität. Beide Seiten vereinbarten, ihre diplomatische Zusammenarbeit in den UN-Gremien fortzusetzen und an der Organisation eines offiziellen Besuchs des panamaischen Präsidenten in Marokko in den kommenden Monaten zu arbeiten.
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