Marokko-Griechenland: Verstärkte diplomatische Dynamik rund um die marokkanische Sahara und die bilaterale Partnerschaft

Veröffentlicht am 8. September 2026 um 12:59

Athen, 7. September 2026 – Der marokkanische Außenminister Nasser Bourita und sein griechischer Amtskollege George Gerapetritis trafen sich zu einem historischen Gespräch in Athen, das einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen markiert und die griechische Unterstützung für den marokkanischen Autonomievorschlag für die Sahara bekräftigt.
Griechenland bekräftigt seine Unterstützung für den marokkanischen Autonomievorschlag
Im Anschluss an ihre Gespräche am 7. September legte Herr Gerapetritis den Standpunkt Griechenlands zum regionalen Konflikt um die marokkanische Sahara dar. Athen betrachtet den marokkanischen Autonomievorschlag als einen „ernsthaften und glaubwürdigen Beitrag zum laufenden Prozess bei den Vereinten Nationen“ und ist der Ansicht, dass dieser „die realisierbarste Lösung“ für eine endgültige Beilegung des Konflikts darstellen könnte.
Diese Erklärung erfolgt vor einem besonderen diplomatischen Hintergrund: Griechenland ist derzeit nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen für den Zeitraum 2025–2026. In dieser Funktion begrüßte der griechische Außenminister die Verabschiedung der Resolution 2797 des Sicherheitsrats, die die zentrale Rolle des marokkanischen Plans im Rahmen der Bemühungen der Vereinten Nationen bekräftigt.
Herr Gerapetritis stellte klar, dass diese Haltung im Einklang mit dem gemeinsamen Standpunkt der Europäischen Union stehe, wobei Griechenland „die Bemühungen des persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs zur Führung von Verhandlungen auf der Grundlage des marokkanischen Autonomievorschlags voll und ganz unterstütze, um eine gerechte, dauerhafte und für alle Seiten akzeptable Lösung zu erreichen“.
Diese Unterstützung stärkt den Konsens der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union hinsichtlich des marokkanischen Ansatzes und fügt sich in die von König Mohammed VI. angestoßene internationale Dynamik zugunsten einer endgültigen Beilegung dieses regionalen Konflikts auf der Grundlage des Autonomieplans unter marokkanischer Souveränität ein.
Ein historischer Besuch für die bilateralen Beziehungen
Über die Westsahara-Frage hinaus hat dieses Treffen eine besondere Bedeutung: Es handelt sich um den ersten Besuch eines marokkanischen Außenministers in Griechenland seit mehr als drei Jahrzehnten.
Beide Minister würdigten die hervorragenden Beziehungen zwischen ihren Ländern und bekräftigten ihren Willen, ihrer Partnerschaft neue Impulse zu verleihen.
Sie kamen überein, den politischen Dialog zu intensivieren, den Austausch von hochrangigen Besuchen zu verstärken und die Abstimmung in bilateralen, regionalen und internationalen Fragen von gemeinsamem Interesse zu vertiefen.
Ein Fahrplan für eine erneuerte Partnerschaft
Im Hinblick auf einen bevorstehenden Besuch von Herrn Gerapetritis in Marokko standen die Gespräche im Zeichen der Ausarbeitung eines Fahrplans, der diese neue Phase der bilateralen Zusammenarbeit begleiten soll.
Die identifizierten Kooperationsbereiche umfassen mehrere strategische Sektoren:
• Wirtschaft und Handel: Stärkung des Handels und der Investitionen
• Grüne Energien: Aufbau von Partnerschaften im Bereich der erneuerbaren Energien
• Verteidigung: technische und industrielle Zusammenarbeit
• Tourismus und Seeverkehr: Förderung des Austauschs und Ausbau der Verbindungen
• Kultur, Justiz und konsularische Angelegenheiten: Annäherung der Gemeinschaften
Beide Minister betonten die Notwendigkeit, das Tempo der bilateralen Kooperationsmechanismen zu beschleunigen, deren Effizienz zu steigern sowie den rechtlichen Rahmen für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu erweitern und zu aktualisieren.
Übereinstimmung in regionalen und internationalen Fragen
Diese neue Dynamik fügt sich in den größeren Rahmen der Beziehungen zwischen Marokko und der Europäischen Union ein. Die beiden Minister hoben die positive Rolle hervor, die Griechenland bei der Vertiefung dieser Beziehungen spielt, und begrüßten die Ergebnisse der 15. Tagung des Assoziationsrates Marokko-EU sowie die Einführung des neuen Mittelmeerpakts.
Sie würdigten zudem die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Marokko und Griechenland in internationalen Gremien und hoben die konstruktive Rolle hervor, die beide Länder für Stabilität, Sicherheit und Frieden auf regionaler und internationaler Ebene spielen.
Schließlich wiesen die beiden Politiker auf die Übereinstimmung ihrer Bemühungen in den Bereichen Terrorismusbekämpfung und Bekämpfung der irregulären Migration hin.

Dieses Treffen am 7. September 2026 in Athen markiert somit einen doppelten Fortschritt: eine bedeutende diplomatische Stärkung für Marokko in der Sahara-Frage und eine ehrgeizige Neubelebung der bilateralen Partnerschaft zwischen Rabat und Athen, die in den kommenden Monaten einen neuen Aufschwung erleben soll.

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